Was unterscheidet LED-Rotlicht, Laser und Sonnenlicht?

Licht ist nicht gleich Licht: Zwischen Sonnenlicht, medizinischen Lasern und modernen LED-Panels gibt es deutliche Unterschiede. Wer Rotlicht gezielt für Gesundheit, Regeneration oder Prävention nutzen will, sollte wissen, wie die verschiedenen Lichtquellen funktionieren – und was das für die Anwendung bedeutet.

Unsere Zellen reagieren auf Licht, und zwar sehr präzise. Entscheidend dabei ist, welche Wellenlänge auf die Haut trifft, mit welcher Intensität, in welcher Form. Ob das Licht gebündelt ist, flächig abstrahlt, flackert oder natürlich gestreut wird, macht biologisch und therapeutisch einen wesentlichen Unterschied.
In der Photobiomodulation interessieren uns drei Lichtquellen: Sonnenlicht, Laser und LED. Sie alle senden Licht im roten oder nahinfraroten Bereich – wirken aber auf sehr unterschiedliche Weise.

 

Sonnenlicht: das natürliche Ideal
Sonnenlicht ist das ursprüngliche Licht, es enthält ein breites Spektrum aus UV, sichtbarem Licht und infraroter Strahlung. Besonders morgens und abends enthält es viel rotes und nahinfrarotes Licht. Das ist der wesentlichste Grund, weshalb Sonnenauf- und -untergänge oft als regenerierend empfunden werden.
Allerdings lässt sich Sonnenlicht nicht dosieren: Die Intensität schwankt je nach Tageszeit, Wetter und geografischer Lage. UV-Strahlung kann die Haut schädigen, auch wenn sie für die Vitamin-D-Produktion notwendig ist. Für therapeutische Zwecke fehlt es an Kontrolle, weder Dauer noch Wellenlänge lassen sich präzise steuern.
 

Laser: tief wirksam, aber nicht für den Alltag
Laserlicht wird seit Jahrzehnten medizinisch eingesetzt, etwa in der Orthopädie, Neurologie oder Wundheilung. Es ist kohärent, gebündelt und hochenergetisch. Dadurch kann es tief ins Gewebe eindringen und punktgenau wirken.
Doch diese Präzision birgt Risiken: Falsche Anwendung kann Gewebe oder Netzhaut schädigen. Lasersysteme gehören in die Hände erfahrener Therapeuten und sind im Alltag für den Heimgebrauch durch medizinische Laien nicht geeignet. Ihre Anwendung bleibt auf kleine Areale beschränkt und ist technisch wie regulatorisch anspruchsvoll.

 

LED-Rotlicht: sicher, vielseitig, alltagstauglich
LEDs senden Licht in definierten Wellenlängen – bei HigherQi-Geräten mit 660 und 850 Nanometern. Es ist nicht gebündelt, nicht kohärent, aber biologisch aktiv. Moderne Panels wie jene von HigherQi kombinieren mehrere Wellenlängen, sind flickerfrei, EMF-reduziert und lassen sich großflächig einsetzen, am Rücken, im Gesicht oder über den ganzen Körper.
Die Wirkung entsteht nicht durch punktuelle Intensität, sondern durch regelmäßige Anwendung: sanft, aber kumulativ. Gerade für zu Hause sind LEDs heute der Goldstandard, denn sie sind sicher, gut verträglich und in zahlreichen Studien validiert.

 

Was heißt das für die Praxis?
Sonnenlicht bleibt die wichtigste Lichtquelle in unserem Leben. Doch wer gezielt auf Zellregeneration, Hautverbesserung oder Entzündungshemmung abzielt, greift zu steuerbaren Lichtimpulsen.
Laser sind medizinisch wertvoll, aber zu spezifisch für den Alltag. LED-Panels bilden den idealen Mittelweg: sicher, wirksam, flexibel. Wer versteht, wie sich die Lichtquellen unterscheiden, kann sie bewusst einsetzen – als natürliche Ressource, gezieltes Tool oder therapeutische Ergänzung.

Experten-Kommentar Dr. Maximilian Kern zum Thema natürliches und künstliches Licht, ihre biologischen Wirkungen und ihren therapeutischen Einsatz:
„Die Unterscheidung ist einfach: Geräte, die mit Laser arbeiten, emittieren gebündeltes Licht, hoch intensiv, und sind Medizinprodukte. Das natürliche Licht der Sonne wirkt seit Urzeiten auf uns Menschen ein, es wurde und wird ja auch therapeutisch genutzt, siehe entsprechende Anwendungen in den Bergen. Photobiomodulation nimmt zwei Frequenzen aus dem natürlichen Sonnenlicht und setzt sie sehr gezielt und mit erhöhter Intensität ein – eben um die Wirkungen von Rotlicht mit 660 und 850 nm zu nützen. Ein hochwertiges Panel wie jene von HigherQi bringt exakt diese Frequenzen in der wirksamen und nötigen Intensität.“

Empfohlene Produkte

Sie möchten sich selbstständig weiter informieren? Hier einige beispielhafte Studien als Vorschläge zu Ihrer eigenen Recherche.

Photobiomodulation: Lasers vs Light Emitting Diodes?
Vladimir Heiskanen, Michael R Hamblin, Photochemical & Photobiological Sciences, 2018
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6091542/
Diese Übersichtsarbeit vergleicht Laser und LEDs für die Photobiomodulation (PBM). Sie erklärt, dass, obwohl Laser ursprünglich verwendet wurden, LEDs heute aufgrund ihrer Sicherheit (keine Laserschutzmaßnahmen nötig), der einfachen Heimanwendung, der Möglichkeit zur großflächigen Bestrahlung und der geringeren Kosten weit verbreitet und effektiv sind.

 

Therapeutic Efficacy of Home-Use Photobiomodulation Devices: A Systematic Literature Review
Lilach Gavish, Nicolette Nadene Houreld, Photobiomodulation, Photomedicine, and Laser Surgery, 2019
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31050938/
Diese systematische Übersichtsarbeit untersuchte die Wirksamkeit von PBM-Geräten für den Heimgebrauch bei verschiedenen nicht-ästhetischen Anwendungen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Heimgeräte, meist LEDs, sichere und wirksame Behandlungen für Zustände ermöglichen, die häufige Anwendungen erfordern, obwohl weitere Studien empfohlen werden.

 

A Controlled Trial to Determine the Efficacy of Red and Near-Infrared Light Treatment in Patient Satisfaction, Reduction of Fine Lines, Wrinkles, Skin Roughness, and Intradermal Collagen Density Increase
Alexander Wunsch, Karsten Matuschka, Photomedicine and Laser Surgery, 2014
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3926176/
Diese kontrollierte Studie untersuchte die Sicherheit und Wirksamkeit von Rotlicht- (611–650 nm) und Nahinfrarotlicht- (NIR, 810–880 nm) Behandlung, oft mittels LEDs, für Hautverjüngung. Die Ergebnisse zeigten signifikante Verbesserungen bei Hautbild, Faltentiefe und Kollagendichte, was die Wirksamkeit dieser Wellenlängen (die auch im Sonnenlicht und in LED-Geräten vorkommen) belegt.

 

Photobiomodulation Improves Serum Cytokine Response in Mild to Moderate COVID-19: The First Randomized, Double-Blind, Placebo Controlled, Pilot Study
Seyed Mehran Marashian, Mohammadreza Hashemian, Mihan Pourabdollah, et al., Frontiers in Immunology, 2022
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9304695/
Diese Studie an COVID-19-Patienten zeigte, dass PBM die Serumspiegel der proinflammatorischen Zytokine IL-6, IL-8 und TNF- signifikant senkte. Dies unterstreicht das Potenzial von PBM, überschießende Immunreaktionen (Zytokinsturm) zu modulieren und Entzündungen zu reduzieren.

 

Immunomodulatory effects of photobiomodulation: a comprehensive review
Osama Fekry Al Balah, Maha Rafie, Abdel-Rahman Osama, Lasers in Medical Science, 2025 (Epub Apr 2025)
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40214677/
Diese umfassende Übersichtsarbeit untersucht die Mechanismen, durch die PBM das Immunsystem moduliert. Sie diskutiert die Auswirkungen auf spezifische Immunzellen (Makrophagen, T-Zellen, dendritische Zellen) und die zugrunde liegenden zellulären Signalwege, was die Grundlage für die entzündungshemmende Wirkung legt.

 

Levels of Cyclooxygenase 2, Interleukin-6, and Tumour Necrosis Factor-  in Fibroblast Cell Culture Models after Photobiomodulation at 660 nm
Asma Shaikh-Kader, Nicolette N Houreld, Naresh K Rajendran, Heidi Abrahamse, Oxidative Medicine and Cellular Longevity, 2021
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7896847/
Diese In-vitro-Studie zeigte, dass PBM mit 660 nm Licht die Produktion von IL-6 in Fibroblasten-Zellkulturen (insbesondere in diabetischen Modellen) reduzierte. Dies weist darauf hin, dass PBM entzündliche Prozesse direkt auf zellulärer Ebene beeinflussen kann.

 

The anti-inflammatory effects of photobiomodulation are mediated by cytokines: Evidence from a mouse model of inflammation
Shirin Shamloo, Erwin Defensor, Peter Ciari, et al., Frontiers in Neuroscience, 2023
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10115964/
Diese Studie an Mäusen zeigte, dass PBM (Rotlicht/NIR) die durch LPS induzierte Produktion von proinflammatorischen Zytokinen (IL-1, IL-18) im Gehirn und systemisch senkte und gleichzeitig das antiinflammatorische Zytokin IL-10 erhöhte. Dies belegt das Potenzial von PBM zur Modulation von Neuroinflammation durch Zytokin-Regulierung.

 

Die Inhalte dieser Seite dienen rein informativen Zwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die beschriebenen Methoden sind ergänzende Ansätze der funktionellen Medizin, deren Wirksamkeit individuell variiert und nicht immer wissenschaftlich anerkannt ist. Verlinkte Studien stellen keine Garantie für Ergebnisse dar und basieren auf ausgewählten Quellen.

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