Was ist Rotlichttherapie? 
Und warum schwören immer mehr Menschen darauf?

Für manche ein Biohack, für andere ein Regenerations-Turbo im Sport, für Dritte eine Beauty-Intervention für schönere Haut und Jugendlichkeit: Wieso wird Photobiomodulation – einfacher: Rotlichttherapie – immer populärer?

Lichttherapie wurde schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts erforscht, und zwar aufsehenerregend: 
Der Däne Niels Ryberg Finsen erhielt 1903 für seine Forschung zur therapeutischen Nutzung von Licht (damals hauptsächlich UV-Licht) den Nobelpreis für Medizin. In den 1960er-Jahren rückte Rotlicht stärker in den wissenschaftlichen Fokus, damals mit der Entwicklung von Infrarotlampen. In dieser Zeit begann auch die Forschung an Photobiomodulation – die bis heute intensiv anhält. Mittlerweile ist die Wirkung der Rotlichttherapie in vielen Hunderten von Studien belegt!
 

Warum die richtige Wellenlänge bei der Rotlichttherapie entscheidend ist
In den vergangenen Jahren entdecken immer mehr Menschen, wie wertvoll eine ganz besondere Form des Lichts für sie sein kann, nämlich Rotlicht: Sie nutzen es als Teil ihrer Morgenroutine, als Tool zur Regeneration oder setzen auf seine positive Wirkung bei Hautproblemen, Stress und Schlafmangel.
Doch was genau passiert dabei bei der Anwendung von Rotlicht im Körper? Die Wirksamkeit und der Erfolg der Anwendung basieren auf einem klaren physikalischen Prinzip: Bestimmte Lichtwellen im sichtbaren roten Bereich (ca. 620 bis 700 Nanometer, ideal: 660 nm) sowie im nahen Infrarotbereich (bis etwa 1100 nm, ideal: 850 nm) treffen auf die Haut und dringen bis in tiefer liegende Gewebeschichten vor. Dort aktivieren sie auf zellulärer Ebene Prozesse, die unsere Gesundheit vielfach positiv beeinflussen können.
 

Mitochondrien und Rotlichttherapie: So entsteht Zellenergie
Im Zentrum steht ein Enzym mit dem Namen Cytochrom-c-Oxidase, das in den Mitochondrien sitzt – jenen kleinen Kraftwerken, die in jeder unserer Zellen für die Energieproduktion verantwortlich sind. Wird dieses Enzym durch Licht aktiviert, kann die Zelle effizienter ATP herstellen. Und das ist ein ganz entscheidender Punkt: Denn ATP (Adenosintriphosphat) ist der universelle Energieträger des Lebens. Mehr ATP bedeutet: mehr Zellenergie, mehr Regeneration, mehr Leistung.
Doch die Wirkung geht weit über das Thema Energie hinaus. Studien zeigen, dass Rotlichttherapie Entzündungen reduzieren, die Durchblutung verbessern und oxidativen Stress abmildern kann. Dadurch werden viele biologische Prozesse im Körper unterstützt: von der Wundheilung bis zur Kollagenbildung, von der Muskelerholung bis hin zur mentalen Klarheit.
 

Warum Wissenschafter und Biohacker auf Rotlicht setzen
Kein Wunder also, dass Wissenschafterinnen und Wissenschafter wie Dr. Michael Hamblin (Harvard) die Photobiomodulation als „eines der vielversprechendsten Felder der modernen Medizin“ bezeichnen. Auch Biohacker wie Andrew Huberman oder Rhonda Patrick – und im deutschen Sprachraum Andreas Breitfeld – tragen dazu bei, dass das Thema in der Gesundheits- und Longevity-Community immer mehr Aufmerksamkeit bekommt.
Längst wird Photobiomodulation in peer-reviewten Journals wie Nature Neuroscience, Cell Metabolism oder Frontiers in Physiology diskutiert. Die Technologie hat sich ebenfalls weiterentwickelt: Moderne LED-Panels wie jene von HigherQi sind effizient, sicher und für die Anwendung zu Hause optimiert.
 

Rotlicht ist kein Trend, es ist eine Gesundheits-Revolution

Rotlicht ist erwiesenermaßen einfach einzusetzen, sehr effizient und sehr effektiv – indem es biologische Gesetze berücksichtigt. Es nutzt natürliche Reize, die unser Organismus seit Jahrmillionen kennt, und bringt sie präzise steuerbar und wissenschaftlich erklärbar in den Alltag von gesundheitsbewussten Menschen. Wer langfristig in seine Gesundheit investieren möchte, findet in der Rotlichttherapie ein kraftvolles, sicheres und (bei korrekter Anwendung) nebenwirkungsfreies Werkzeug. 

Experten-Kommentar Dr. Maximilian Kern zum Thema Rotlicht und Studien:
„Ich kenne keine einfachere Methode als Photobiomodulation, um nach dem Sport zu regenerieren, um den eigenen Energiestatus zu verbessern und um die Stimmung im Winter zu stabilisieren, Stichwort SAD. Für mich war die ‚seasonal affective disorder‘ auch einer der ersten wirklichen Anwendungsfälle für Rotlicht, und es hat so großartig funktioniert, dass ich mich danach immer mehr ins Thema vertieft habe. Studien gelesen, Produkte verglichen … alles das so lange, bis ich gemeinsam mit Andreas Breitfeld beschlossen habe, selbst Geräte auf den Markt zu bringen, die unseren eigenen Qualitätskriterien entsprechen.“

Empfohlene Produkte

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Sie möchten sich selbstständig weiter informieren? Hier einige beispielhafte Studien als Vorschläge zu Ihrer eigenen Recherche.

The Nuts and Bolts of Low-level Laser (Light) Therapy
Hoon Chung et al., Annals of Biomedical Engineering, 2012
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3288797/
Diese umfassende Übersicht erläutert die grundlegenden Mechanismen der Photobiomodulation, einschließlich der Aktivierung von Cytochrom-c-Oxidase und der daraus resultierenden biologischen Effekte.


Low-level light therapy of the eye and brain
Juan C. Rojas, Francisco Gonzalez-Lima, Eye and Brain, 2011
https://www.researchgate.net/publication/228836166_Low-level_light_therapy_of_the_eye_and_brain
Diese Studie untersucht die Anwendung von Nahinfrarotlicht auf das Gehirn und die Augen mit Angaben zur Verbesserung der kognitiven Funktionen und der Sehfähigkeit durch Rotlichttherapie.


Low-Level Laser Therapy for Fat Layer Reduction: A Comprehensive Review
Pinar Avci et al., Lasers in Surgery and Medicine, 2013
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3769994/
Diese Übersichtsarbeit diskutiert die potenzielle Anwendung von Rotlichttherapie zur Reduktion von Fettgewebe als Beleg der Förderung des Stoffwechsels durch Rotlicht.


Biphasic Dose Response in Low Level Light Therapy
Ying-Ying Huang et al., Dose-Response, 2011
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2790317/
Diese Studie beschäftigt sich mit der Bedeutung der richtigen Dosierung der Rotlichttherapie.


Efficacy of Low-Level Laser Therapy in the Management of Neck Pain: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomised Placebo or Active-Treatment Controlled Trials
Roberta T. Chow et al., The Lancet, 2009
https://www.researchgate.net/publication/296914992_Efficacy_of_low-level_laser_therapy_in_the_management_of_neck_pain_a_systematic_review_and_meta-analysis_of_randomised_placebo_or_active-treatment_controlled_trials_vol_374_pg_1897_2009
Diese Metaanalyse zeigt die schmerzlindernde Wirkung der Rotlichttherapie, untersucht am Beispiel der Behandlung von Nackenschmerzen.


Photobiomodulation of Cytochrome c Oxidase by Chronic Near Infrared Light Exposure
Chao Wang et al., Frontiers in Neuroscience, 2022
https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnins.2022.818005/full
Diese Studie zeigt, dass eine chronische Anwendung von Nahinfrarotlicht die Aktivität der Cytochrom-c-Oxidase in den Mitochondrien steigern kann. Besonders bemerkenswert: Bei älteren Ratten wurde die altersbedingte Enzymabnahme im Gehirn durch Photobiomodulation teilweise auf das Niveau jüngerer Tiere zurückgeführt.


Mechanisms and Applications of the Anti-inflammatory Effects of Photobiomodulation
Praveen R. Arany, AIMS Biophysics, 2017
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28748217/
Diese Übersichtsarbeit beschreibt die entzündungshemmenden Effekte der Photobiomodulation. Sie dokumentiert eine Reduktion von Entzündungsmarkern wie TNF- und Interleukin-6 in verschiedenen Geweben sowie eine Modulation von Immunzellen und oxidativem Stress.


Photobiomodulation (660 nm) Therapy Reduces Oxidative Stress and Inflammation in a Mouse Model of Ischemic Stroke
Héctor L. Andrade-Rozental et al., Scientific Reports (Nature), 2019
https://www.nature.com/articles/s41598-019-46490-4
Diese Studie untersucht, wie Bestrahlung mit 660 nm Rotlicht oxidativen Stress im Hippocampus senkt, die antioxidative Kapazität verbessert und dadurch neuronale Funktionen schützt – speziell im Kontext neurologischer Belastungen wie Schlaganfall.


Photobiomodulation as a Multimodal Therapy to Enhance Wound Healing
Wendy Guo et al., Frontiers in Bioengineering and Biotechnology, 2022
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8803692/
Diese Arbeit zeigt, dass Rotlichttherapie die Wundheilung beschleunigt, indem sie die Proliferation von Fibroblasten und die Kollagenbildung fördert. Besonders betont wird die multifaktorielle Wirkung auf Zellmigration, Entzündungsmodulation und Gewebereparatur.


Effect of Photobiomodulation Therapy on Exercise Performance and Postexercise Recovery: A Systematic Review and Meta-analysis
Ernesto Leal-Junior et al., Photomedicine and Laser Surgery, 2015
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5167494/
Diese systematische Übersichtsarbeit fasst Studien zusammen, die zeigen, dass Photobiomodulation die Muskelregeneration verbessert, Muskelkater reduziert und die Wiederherstellung der Kraft nach dem Training beschleunigt.


Photobiomodulation Improves Frontal Lobe Cognitive Functions and Mental Health in Older Adults
Xiangyu Ma et al., Frontiers in Psychology, 2022
https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2022.1095111/full
Die Studie zeigt, dass die transkranielle Anwendung von Nahinfrarotlicht im präfrontalen Kortex exekutive Funktionen verbessert, die Stimmung stabilisiert und die kognitive Leistungsfähigkeit älterer Erwachsener stärkt.

 

Die Inhalte dieser Seite dienen rein informativen Zwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die beschriebenen Methoden sind ergänzende Ansätze der funktionellen Medizin, deren Wirksamkeit individuell variiert und nicht immer wissenschaftlich anerkannt ist. Verlinkte Studien stellen keine Garantie für Ergebnisse dar und basieren auf ausgewählten Quellen.

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