Was sind typische Fehler bei der Anwendung von Rotlicht?

Rotlichttherapie ist einfach anzuwenden, wirksam und – bei richtiger Anwendung – nebenwirkungsfrei und gefahrlos. Wer das Licht und seine Funktion versteht, kann viel bewirken. In diesem Beitrag zeigen wir, welche typischen Fehler häufig passieren und wie Sie Ihr HigherQi-Panel wirklich effizient nutzen.

Rotlicht wirkt tief, sanft und auf Zellebene. Doch wie bei allen biologischen Reizen gilt: Dosis, Abstand, Timing und Regelmäßigkeit entscheiden über den Erfolg. Viele Nutzer unterschätzen, wie sensibel ein biologisches System auf zu viel, zu selten oder zur falschen Zeit reagiert.
Die gute Nachricht: Rotlicht richtig einzusetzen, gelingt sehr einfach. Mit wenigen Anpassungen lässt sich die Anwendung optimieren – und die Wirkung deutlich steigern.

 

Zu intensiver Einstieg: Wenn „mehr“ zu viel ist
Bis zu einem bestimmten Punkt nimmt die Wirkung der Photobiomodulation zu, darüber hinaus bringt sie keinen zusätzlichen Nutzen. Am besten: mit 5 bis 10 Minuten täglich beginnen, dann gerne schrittweise steigern.
 

Zu viel Abstand: Wirkung verpufft
Ganz wichtig ist es, nahe genug am Panel zu sein. Zu weit entfernt sinkt die Bestrahlungsstärke. Die optimale Entfernung liegt bei bis zu 25 Zentimetern – abhängig von dem gewählten HigherQi-Panel und dem Anwendungsziel.

 

Hautpflege als Blockade: Gut gemeint, aber kontraproduktiv
Viele Anwender tragen vor der Anwendung Pflegeprodukte auf – nicht selten mit dem Wunsch, die Wirkung zu verstärken. Doch manche Cremes, Sonnenschutz oder ölbasierte Texturen können das Licht reflektieren oder blockieren.
Auch Retinol, AHA oder BHA können in Kombination mit Licht zu Reizungen führen. Die Faustregel: Die Haut sollte vor der Session sauber und frei von Produkten sein – gepflegt wird danach. 

 

Unregelmäßigkeit: Lichttherapie braucht Rhythmus
Photobiomodulation wirkt durch Wiederholung besonders intensiv und nachhaltig. Wer sein Rotlicht-Panel nur ab und zu anwendet, spürt kurzfristige Effekte – aber verzichtet auf die erwünschten langfristigen Wirkungen auf Regeneration, Hautstruktur oder Energie.
Statt unregelmäßiger Intensität bringt eine kurze, tägliche Anwendung mehr: zehn bis fünfzehn Minuten, am besten eingebettet in eine feste Routine.
 

Rotlichttherapie und Augen: Schützen, schließen oder gezielt nutzen?
Man sollte nicht über längere Zeit ungeschützt ins Nahinfrarotlicht blicken. Die Augen zu schließen, reicht in der Regel völlig aus, und wer sich wohler fühlt, kann während der Anwendung eine leichte Schutzbrille tragen. Viele Menschen empfinden das Licht mit geschlossenen Augen sogar als entspannend – etwa wie Sonnenuntergang auf der Netzhaut.
Spannender Aspekt in diesem Zusammenhang: Es wird sehr intensiv über Rotlicht im Einsatz gegen verschiedene Augenerkrankungen geforscht, mit zum Teil bereits sehr vielversprechenden Ergebnissen.
 

Geduld ist Teil der Wirkung
Rotlicht aktiviert Prozesse, die Zeit brauchen: Kollagenbildung, ATP-Produktion, Entzündungsregulation. Erste Effekte spüren viele schon nach der ersten Anwendung, positive Veränderungen der Lebensqualität schon nach ein bis zwei Wochen – tiefere Veränderungen zeigen sich meist nach sechs bis acht Wochen konsequenter Anwendung.
Wer hier zu früh aufgibt, verpasst das eigentliche Potenzial. Echte Zellgesundheit entsteht in einem beharrlichen Umbauprozess!

Experten-Kommentar Dr. Maximilian Kern zum Thema korrekte Anwendung von Rotlicht:
„Wir raten dazu, den Abstand zum Panel möglichst gering zu halten: je näher, desto besser! Der Körper nimmt jene Energie auf, die er verarbeiten kann. Ist das Limit erreicht, stoppen die biochemischen Prozesse. Die Gefahr einer Überlastung oder Überreizung ist nach unseren Erfahrungen – und die sind langjährig – nicht gegeben. Auch in der Studienlage deutet nichts darauf hin. Ausnahme: Hautkrankheiten, etwa Neurodermitis. Und bitte NIR nicht bei offenen Wunden anwenden!“

Empfohlene Produkte

Sie möchten sich selbstständig weiter informieren? Hier einige beispielhafte Studien als Vorschläge zu Ihrer eigenen Recherche.

Review of light parameters and photobiomodulation efficacy: clinical and experimental applications
Lucas Freitas de Freitas, Michael R Hamblin, Photobiomodulation, Photomedicine, and Laser Surgery, 2021
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8355782/
Diese Übersichtsarbeit diskutiert die Bedeutung von Lichtparametern, einschließlich der Dosis, und hebt die biphasische Dosis-Wirkungs-Beziehung hervor. Sie zeigt, dass sowohl zu niedrige als auch zu hohe Dosen die therapeutische Wirkung der Photobiomodulation (PBM) verringern können, was die Notwendigkeit einer sorgfältigen Dosierung und das Vermeiden eines „zu intensiven Einstiegs“ unterstreicht.

 

Photobiomodulation LED Devices for Home Use
Jared Jagdeo, Alexander Nguyen, Austin Ho, Michael R Hamblin, Photodermatology, Photoimmunology & Photomedicine, 2024
https://www.mdpi.com/2304-6767/13/2/76
Diese Studie untersucht LED-Geräte für den Heimgebrauch und betont, wie stark die Bestrahlungsstärke (Irradianz) mit dem Abstand zur Haut variiert. Dies unterstreicht die Wichtigkeit, den vom Hersteller empfohlenen Abstand einzuhalten, um eine wirksame und sichere Dosis zu gewährleisten und den Fehler eines „falschen Abstands“ zu vermeiden.

 

Low-Level Laser (Light) Therapy (LLLT) in Skin: Stimulating, Healing, Restoring
Pinar Avci, Asheesh Gupta, Magesh Sadasivam, Daniela Vecchio, Zeev Pam, Nadav Pam, Michael R Hamblin, Seminars in Cutaneous Medicine and Surgery, 2013
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4126803/
Diese Studie beschreibt die Wirkungen von LLLT auf die Haut und erwähnt, dass äußere Barrieren wie Make-up oder Cremes die Lichtpenetration beeinträchtigen können. Dies stützt die Empfehlung, die Haut vor der Rotlichtanwendung gründlich zu reinigen und keine potenziell „blockierende Hautpflege“ zu verwenden.

 

Review of light parameters and photobiomodulation efficacy: clinical and experimental applications
Lucas Freitas de Freitas, Michael R Hamblin, Photobiomodulation, Photomedicine, and Laser Surgery, 2021
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8355782/
Diese Übersichtsarbeit analysiert verschiedene Lichtparameter, einschließlich Pulsfrequenzen und kontinuierlicher Bestrahlung (CW), und deren Einfluss auf die PBM-Wirksamkeit. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Art und Regelmäßigkeit der Lichtanwendung die biologische Reaktion beeinflussen, was die Bedeutung einer konsistenten Routine und das Vermeiden von „Unregelmäßigkeit“ unterstreicht.

 

Photobiomodulation use in ophthalmology – an overview
Rehan M. Malik, Muhammad Saad, Fatima Gauhar, Frontiers in Ophthalmology, 2024
https://www.frontiersin.org/journals/ophthalmology/articles/10.3389/fopht.2024.1388602/full
Diese Übersichtsarbeit diskutiert präklinische und klinische Evidenz für die Anwendung von PBM in der Augenheilkunde und gibt Empfehlungen für den klinischen Einsatz. Sie zeigt, dass PBM bei bestimmten Augenerkrankungen sicher und potenziell wirksam sein kann, betont aber die Notwendigkeit korrekter Anwendungsparameter und adressiert somit Bedenken bezüglich der „Augensicherheit“.

 

A Controlled Trial to Determine the Efficacy of Red and Near-Infrared Light Treatment in Patient Satisfaction, Reduction of Fine Lines, Wrinkles, Skin Roughness, and Intradermal Collagen Density Increase
Alexander Wunsch, Karsten Matuschka, Photomedicine and Laser Surgery, 2014
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3926176/
Diese kontrollierte Studie untersuchte die Wirksamkeit von Rot- und Nahinfrarotlicht über einen Behandlungszeitraum zur Hautverjüngung. Die Ergebnisse zeigten signifikante Verbesserungen bei Hautgefühl, Teint und Kollagendichte nach mehreren Wochen regelmäßiger Anwendung, was die Notwendigkeit von „Geduld“ für sichtbare Resultate belegt und dem Fehler „zu viel zu schnell erwarten“ entgegenwirkt.

 

Exploring the Biphasic Dose-Response Effects of Photobiomodulation on the Viability, Migration, and Extracellular Vesicle Secretion of Human Adipose Mesenchymal Stem Cells
Che-Yi Chang et al., Journal of Photochemistry and Photobiology B: Biology, 2024
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1011134424001003
Diese Studie demonstriert den klassischen biphasischen Dosis-Wirkungs-Verlauf der Photobiomodulation (PBM) an mesenchymalen Stammzellen. Sie zeigt, dass niedrige Lichtdosen zellstimulierend wirken, während hohe Dosen hemmende Effekte haben können, was die Wichtigkeit einer korrekten Dosierung unterstreicht und den Fehler eines „zu intensiven Einstiegs“ belegt.

 

Low-Level Laser (Light) Therapy (LLLT) in Skin: Stimulating, Healing, Restoring
Pinar Avci et al., Seminars in Cutaneous Medicine and Surgery, 2013
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4126803/
Diese Übersichtsarbeit diskutiert die Mechanismen der LLLT und die Penetration von Licht in die Haut. Sie hebt hervor, dass topische Produkte wie Make-up oder UV-Filter die Eindringtiefe des Lichts hemmen können, was die Empfehlung stützt, die Haut vor der Anwendung zu reinigen und den Fehler einer „Hautpflege als Blockade“ zu vermeiden.

 

Reverse Skin Aging Signs by Red Light Photobiomodulation
Virginie Couturaud et al., Skin Research and Technology, 2023
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/srt.13391
Diese klinische Studie untersuchte die Effekte einer dreimonatigen, regelmäßigen (täglichen) Rotlicht-PBM-Anwendung auf die Hautalterung. Die Ergebnisse zeigten progressive Verbesserungen bei Hauttextur, Falten und Elastizität, was sowohl die Notwendigkeit von Geduld für sichtbare Resultate als auch die Bedeutung der Regelmäßigkeit unterstreicht.

 

Depth Penetration of Light into Skin as a Function of Wavelength from 200 to 1000 nm
Louise Finlayson et al., Photochemistry and Photobiology, 2021
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/php.13550
Diese Studie modelliert die Eindringtiefe von Licht verschiedener Wellenlängen in die Haut. Sie verdeutlicht, dass neben der Wellenlänge auch Faktoren wie der Abstand zur Lichtquelle die tatsächliche Bestrahlungsstärke und somit die Wirksamkeit beeinflussen, was den Fehler eines „falschen Abstands“ erklärt. 

 

Die Inhalte dieser Seite dienen rein informativen Zwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die beschriebenen Methoden sind ergänzende Ansätze der funktionellen Medizin, deren Wirksamkeit individuell variiert und nicht immer wissenschaftlich anerkannt ist. Verlinkte Studien stellen keine Garantie für Ergebnisse dar und basieren auf ausgewählten Quellen.
 

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